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Magen-Darm-ErkrankungenBitte bringen Sie Unterlagen über früher bei Ihnen durchgeführte Untersuchungen mit, damit wir diese kopieren können. Sie können die Originale dann wieder mitnehmen. Es wird Ihre Vorgeschichte erhoben. Sie werden körperlich untersucht, und darüber hinaus werden möglicherweise weitere Untersuchungen bei Ihnen erforderlich sein.
Die Ultraschall-Untersuchung der Bauchorgane erfolgt mit einem technisch und qualitativ hochwertigen Ultraschall-Gerät der neuesten Generation. Die Durchblutung der Organe kann mittels Farbdoppler-Sonographie untersucht werden. Diese Untersuchungstechnik ist risikolos und schmerzfrei. Für eine gute Bildqualität ist es erforderlich, dass Sie nüchtern zur Untersuchung kommen. Die Verdauungsleistung wird durch einen H2-Atemtest untersucht. Dabei wird gemessen, ob die Verdauungsleistung für bestimmte Kohlenhydrate eingeschränkt ist wie z.B. Milchzucker, Fruchtzucker, Haushaltszucker oder Lactulose. Für den Test bekommen Sie ein Glas dieses Zuckers in Wasser gelöst zu trinken und atmen zu unterschiedlichen Zeitpunkten in ein Meß-System hinein. Zu dieser Untersuchung müssen Sie mindestens 12 Std. nüchtern sein. Die Magen-Spiegelung (Gastroskopie) ist erforderlich zur Abklärung von Beschwerden im Oberbauch sowie zur Klärung der Frage von Entzündungen, Geschwüren, Carcinomen oder Verdauungskrankheiten. Bei der Magenspiegelung wird ein biegsames optisches Gerät mit einer Länge von etwas mehr als 1 Meter und der Dicke eines Zeigefingers über den Mund und die Speiseröhre in den Magen eingeführt. Da diese Untersuchung in der Regel als unangenehm empfunden wird, können Sie selbst entscheiden, ob Sie eine Beruhigungsspritze bekommen möchten nach der Sie dann schlafen. In diesem Falle bemerken Sie nichts vom ganzen Untersuchungsablauf. Nach der Untersuchung können Sie nach Hause gehen und ganz normal essen und trinken. Am Untersuchungstag sollten Sie aber nach einer Beruhigungsspritze nicht mehr zur Arbeit gehen oder Auto fahren. Wenn ein krankhafter Befund vorliegt, werden mit einer kleinen Zange Proben aus der Schleimhaut entnommen für die mikroskopische Untersuchung des Gewebes und Sicherung der Diagnosen.
Die Enddarm-Spiegelung dient der Erfassung von Erkrankungen im Bereich von Darmausgang sowie des unteren Drittels des Dickdarmes. Für die Untersuchung brauchen Sie nicht nüchtern zu sein. Es genügt eine Spülung des Enddarmes, die in der Praxis vorgenommen wird. Anschließend wird mit einem biegsamen Gerät von etwas über 50 cm Länge und der Dicke eines Zeigefingers der Darmausgang sowie das untere Drittel des Dickdarmes untersucht. Die Darmspiegelung (Hohe Coloskopie) wird in einer vergleichbaren Technik vorgenommen, untersucht aber den gesamten Dickdarm bis zu der Stelle, an der der Dünndarm in den Darm einmündet. Für diese Untersuchung brauchen Sie eine Information und Aufklärung an einem der Tage vor der Untersuchung. Es werden Ihnen Medikamente zum Abführen und Entleeren des Darmes mitgegeben. Diese Abführmaßnahmen beginnen am Mittag vor dem Untersuchungstag und dauern bis zum gleichen Abend. In dieser Zeit müssen Sie die Medikamente einnehmen, reichlich trinken und nüchtern bleiben. Bis zur Untersuchung am nächsten Morgen sollten Sie diesen Zustand beibehalten. Da der Dickdarm üblicherweise in Schlingen und Kurven verläuft kann die Untersuchung unangenehm sein und Schmerzen verursachen. Aus diesem Grund wird bei uns vor der Untersuchung ein sogenannter venöser Zugang gelegt. Dabei handelt es sich um eine kleine Kanüle in einer Armvene, über die man während der Untersuchung ein Beruhigungsspritze geben kann nach der Sie dann schlafen. Wenn ein krankhafter Befund vorliegt, werden mit einer kleinen Zange Proben aus der Wand des Darmes entnommen zur mikroskopischen Untersuchung und Sicherung der Diagnose.
All diese Untersuchungen dienen der genauen Feststellung Ihres Gesundheitszustandes sowie der Festlegung einer Diagnose. Diese ist Grundlage eines Therapievorschlages, den Sie dann bekommen. Möglicherweise muß auch nach Kenntnis der Diagnose eine Operation durchgeführt werden. Hierzu haben Sie die Auswahl unter den regional verfügbaren chirurgischen Kliniken, mit denen durchweg eine gute Zusammenarbeit besteht. Bei besonderen Fragestellungen ist auch die Konsultation und Kooperation mit chirurgischen Kliniken außerhalb unserer Region möglich. Alle Fragen bezüglich der medikamentösen Therapie oder der chirurgischen Therapie von Magen-Darm-Erkrankungen werden in Übereinstimmung mit den aktuellen Empfehlungen der wissenschaftlichen Fachgesellschaften bearbeitet und für Sie vorbereitet. |
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